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Aktuelle
Informationen
zum Thema BaföG und zum Datenabgleich
13.04.2006 | VG
Weimar entscheidet über BaföG-Rückforderungen
In zwei Grundsatzentscheidungen hat das Verwaltungsgericht
Weimar über die Rechtmäßigkeit der Rückforderung
von BaföG-Leistungen entschieden. Hintergrund beider Verfahren
waren typische Probleme des Datenabgleichs - die Anrechnung von
Krediten zwischen Kindern und Eltern und die Anrechnung von Depots,
die von den Eltern auf den Namen der Kinder eingerichtet werden.
Mehr Infos zu diesen Urteilen in unserer Urteilssammlung.
08.03.2006 |
Bundesregierung will technische Voraussetzungen für
Kontenabrufe verbessern
Die Welt kompakt meldet in ihrer heutigen Ausgabe, dass die Bundesregierung
plant, die technischen Möglichkeiten zur Kontenabfrage weiter
auszubauen. Gleichzeitig sollen auch die Dokumentationspflichten
verschärft werden. Laut einem Bericht des Bundesfinanzministeriums
soll die Zahl der je Arbeitstag technisch möglichen Abrufe
auf eine vierstellige Höhe ausgebaut werden. Als Zielvorgabe
gibt die Zeitung an, dass bis August 2007 täglich bis zu 5.000
Anfragen von Finanz- und Sozialämtern bewältigt werden
können.
28.02.2006 |
Bericht auf Spiegel.de zum Thema BaföG-Betrug
Das Nachrichtenmagazin Spiegel hat in der Vergangenheit immer wieder
über das Thema BaföG-Betrug berichtet. Heute erschien
nun auf der Online-Ausgabe ein neuer Beitrag in dem es vor allem
um die strafrechtlichen Konsequenzen und dabei speziell auf die
Folgen für einige Berufsgruppen, wie z.B. Lehrer, Anwälte
etc. geht. [Beitrag
lesen]
23.11.2005 |
Entscheidung des VG Kassel zum Thema Vermögensübertragung
Studenten haben keinen Anspruch auf Bafög, wenn sie Sparguthaben
und Wertpapiere nur zum Schein einem anderen Familienmitglied übereignen.
Dies ist der Tenor einer aktuellen Entscheidung des Kasseler
Verwaltungsgerichts. Da in beiden verhandelten Fällen keine
schriftliche Vereinbarung existierte, erklärte das Gericht
die verlangte Rückzahlung der staatlichen Studienbeihilfe für
rechtens.
07.10.2005 |
Datenabgleich nun auch für AL-Geld II Empfänger
Wie die Financial
Times Deutschland in ihrer gestrigen Ausgabe berichtete plant die
Bundesagentur für Arbeit nun ebenfalls einen Datenabgleich
mit dem Bundesamt für Finanzen und den Rentenversicherungsträgern
für alle Empfänger von Arbeitslosengeld II. Die Bundesagentur
will so herausfinden, welcher AL-Geld II Empfänger unrechtmäßiger
weise Vermögen verheimlicht oder Rente und Arbeitslosengeld
gleichzeitig bezieht.
21.07.2005 | 33
000 mehr BAföG-Empfänger im Jahr 2004 – Zuwachs
um 4%
Wie
das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten im Jahr 2004 in Deutschland
rund 810 000 Personen (gut 312 000 Schüler und Schülerinnen
sowie 497 000 Studierende) Leistungen nach dem Bundesausbildungs-
förderungsgesetz (BAföG). Dies waren rund 33 000 oder
4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der geförderten Studierenden
stieg um rund 16 000 (+ 3%), die der geförderten Schüler
und Schülerinnen um 17 000 (+ 6%).
04.07.2005 | Bundesregierung:
Datenabgleich bringt insgesamt 250 Millionen EUR BaföG Rückzahlung
Die Bundesregierung teilte auf eine Kleine Anfrage
der FDP-Fraktion mit, dass der BaföG-Datenabgleich bislang
zu einer Rückzahlung von über 250 Millionen EUR zu Unrecht
ausbezahlter Ausbildungsförderung geführt hat. Betroffen
sind 45.000 Studenten und 18.000 Schüler, was einer Quote von
7% aller 910.500 überprüften Fälle entspricht. Im
Zusammenhang mit ihrer Kleinen Anfrage hatte die FDP-Fraktion kritisiert,
dass es "keine ausreichende Kontrolle der Angaben der Studierenden
gegeben hat". Die Ursachen für den Bafög-Leistungsbetrug
sieht die FDP nur zum Teil in fehlendem Unrechtsbewusstsein der
Studenten und Schüler. Begünstigt worden sei der Missbrauch
"durch eine Verwaltung, die ihrer Kontrollaufgabe nur in unzureichendem
Maße nachgekommen ist, und den Gesetzgeber, dessen Handeln
keine klare Linie erkennen ließ". In knapp 1100 Fällen
wurden gegen die Rückzahlungsbescheide von den Betroffenen
Klage vor den Verwaltungsgerichten erhoben.
19.05.2005 | Sozialgericht:
Treuhandkonto gilt als eigenes Vermögen
In einem Verfahren im Zusammenhang mit einer HarzIV-Antragstellung
hat das rheinland-pfälzische Landessozialgericht entschieden,
dass auch treuhänderisch verwaltetes Vermögen einem Antragsteller
als ein eigenes Vermögen zugerechnet werden kann. Obwohl dieser
Entscheidung eine andere Materie (Arbeitslosengeld II) zugrundelag,
kann sie auch für BaföG-Empfänger relevant sein,
da sich eine ähnliche Problemlage - treuhänderisch verwaltetes
Vermögen auf eigenen Konten - auch bei vielen vermeintlichen
BaföG-Betrugsfällen findet.
Übrigens: Obwohl auch BaföG eine Sozialleistung darstellt,
sind für Verfahren nach dem BaföG-Gesetz die Verwaltungsgerichte
und nicht die Sozialgericht zuständig. (Az L 1 AL 84/03)
Mehr Infos zu dieser Entscheidung auf www.marktplatz-recht.de.
21.07.2005
| 33 000 mehr BAföG-Empfänger im Jahr 2004 –
Zuwachs um 4%
Wie
das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten im Jahr 2004 in Deutschland
rund 810 000 Personen (gut 312 000 Schüler und Schülerinnen
sowie 497 000 Studierende) Leistungen nach dem Bundesausbildungs-
förderungsgesetz (BAföG). Dies waren rund 33 000 oder
4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der geförderten Studierenden
stieg um rund 16 000 (+ 3%), die der geförderten Schüler
und Schülerinnen um 17 000 (+ 6%).
04.07.2005 | Bundesregierung:
Datenabgleich bringt insgesamt 250 Millionen EUR BaföG Rückzahlung
Die Bundesregierung teilte auf eine Kleine Anfrage
der FDP-Fraktion mit, dass der BaföG-Datenabgleich bislang
zu einer Rückzahlung von über 250 Millionen EUR zu Unrecht
ausbezahlter Ausbildungsförderung geführt hat. Betroffen
sind 45.000 Studenten und 18.000 Schüler, was einer Quote von
7% aller 910.500 überprüften Fälle entspricht. Im
Zusammenhang mit ihrer Kleinen Anfrage hatte die FDP-Fraktion kritisiert,
dass es "keine ausreichende Kontrolle der Angaben der Studierenden
gegeben hat". Die Ursachen für den Bafög-Leistungsbetrug
sieht die FDP nur zum Teil in fehlendem Unrechtsbewusstsein der
Studenten und Schüler. Begünstigt worden sei der Missbrauch
"durch eine Verwaltung, die ihrer Kontrollaufgabe nur in unzureichendem
Maße nachgekommen ist, und den Gesetzgeber, dessen Handeln
keine klare Linie erkennen ließ". In knapp 1100 Fällen
wurden gegen die Rückzahlungsbescheide von den Betroffenen
Klage vor den Verwaltungsgerichten erhoben.
19.05.2005 | Sozialgericht:
Treuhandkonto gilt als eigenes Vermögen
In einem Verfahren im Zusammenhang mit einer HarzIV-Antragstellung
hat das rheinland-pfälzische Landessozialgericht entschieden,
dass auch treuhänderisch verwaltetes Vermögen einem Antragsteller
als ein eigenes Vermögen zugerechnet werden kann. Obwohl dieser
Entscheidung eine andere Materie (Arbeitslosengeld II) zugrundelag,
kann sie auch für BaföG-Empfänger relevant sein,
da sich eine ähnliche Problemlage - treuhänderisch verwaltetes
Vermögen auf eigenen Konten - auch bei vielen vermeintlichen
BaföG-Betrugsfällen findet.
Übrigens: Obwohl auch BaföG eine Sozialleistung darstellt,
sind für Verfahren nach dem BaföG-Gesetz die Verwaltungsgerichte
und nicht die Sozialgericht zuständig. (Az L 1 AL 84/03)
Mehr Infos zu dieser Entscheidung auf www.marktplatz-recht.de.
25.04.2005 | Nach
neuem Gesetz: Banken verzeichnen täglich 2.500 Kontenabfragen
durch Behörden
Nach einer Einschätzung von Banken und Sparkassenvertretern
haben die Kontrollabfragen seit Anfang April, als das "Gesetz
zur Förderung der Steuerehrlichkeit" in Kraft trat, um
20 bis 30 Prozent zugenommen. Sprecher der Banken und Sparkassenverbände
halten 2.500 Kontenabfragen täglich allein bei deutschen Kreditinstiuten
für plausibel.
01.04.2005 |
Geänderter Stichtag für Vermögensbewertung
bei Wertpapieren
Für Wertpapiere gilt ab 01.04.05, dass für die Vermögensbewertung
der Wert am Tag der Antragstellung auf Ausbildungsförderung
maßgeblich und nachzuweisen ist. Bisher war das noch der 31.12.
des Vorjahres. Der diesbezügliche Hinweis im Erläuterungsblatt
zum BaföG-Formularvordruck ist somit künftig falsch.
23.03.2005
| Verfassungsgericht gibt Grünes Licht für Kontenabfrage
durch Finanzämter
Das Bundesverfassungsgericht hat mehrere Eilanträge
gegen das sog. "Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit"
abgelehnt. Finanzämter,
Sozialämter, Bafög-Stellen und Arbeitsagenturen haben
somit ab dem 1. April die Möglichkeit, verdächtige Bankkonten
zu kontrollieren. Damit soll Behörden die Abfrage von Stammdaten
wie Namen, Anschrift und Geburtsdatum sowie die Ermittlung aller
Bankkonten von potenziellen Steuersündern ermöglicht werden,
nicht aber das Abrufen von Kontoständen und Geldbewegungen,
was erst in einem zweiten Schritt möglich ist.
[Mehr
Infos auf sueddeutsche.de]
06.03.2005 | Jeder
17. BaföG Antrag enthielt falsch Angaben
Das Bundesbildungsministerium
hat einen Bericht bestätigt, wonach jeder 17. Student oder
Schüler zu Unrecht BaföG erhalten hat. Diese Zahl entspricht
7% aller Antragssteller. Der Staat fordert jetzt Rückzahlungen
in Höhe von rund 250 Millionen Euro. Damit bestätigte
das Bundesbildungsministerium einen entsprechenden Bericht
des Focus. Die ertappten 63.731 Bafög-Empfänger sollen
jetzt 251,7 Millionen Euro an den Bund zurückzahlen
01.03.2005
| Zweite Runde der Rasterfahnung hat begonnen
Die
erste Rasterfahndung traf das Jahr 2001. Beim Studentenwerk München,
das die Studierenden an 15 Hochschulen in Oberbayern betreut, hat
der Datenabgleich mehr als 2500 Namen ausgespuckt. Inzwischen
liegen den BaföG-Ämtern schon die Ergebnisse der nächsten
Runde vor. Diesmal wurden alle Studenten und Schüler geprüft,
die im Jahr 2002 BaföG bezogen haben. Presseangaben
zufolge wird das Münchner Studentenwerk jeodch nicht vor Sommer
damit beginnen können, die Fälle zu bearbeiten, da die
Behörde immer noch mit dem ersten Durchlauf beschäftigt
ist.
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